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Artikelreihe Seniorenferien 2026 – Artikel 2

Wasserflasche geht auf Reisen

Ohne mich geht gar nichts in diesen Seniorenferien! Täglich werde ich aufgefüllt mit dem hauseigenen Quellwasser vom Hotel und Begegnungshaus Mattli in Morschach. Besonders beim Ausflug nach Schwyz ins Bundesbriefmuseum bin ich wichtig. Ich war noch nie dort und habe mich sehr angestrengt, dass ich alles gehört habe. Zum Glück bin ich kein Regenschirm, sonst hätte ich noch im Hotel bleiben müssen. Das Museum ist in drei Bereiche gegliedert: Mythen, Fakten und Bundesbriefe. Grade zu Anfang wurde erklärt, dass da ein grosser Unterschied zwischen Mythen und Fakten besteht. Da gibt es zum Beispiel die Geschichte vom Apfelschuss schon ca. 100 Jahre vor unserer Tell Geschichte in Holland. Zur grossen Schlacht am Morgarten finden die Forscher nicht viel, dabei sollte es bei einer solch grossen Schlacht viel mehr Fundstücke geben. Wurde sie wohl im Nachhinein aufgebauscht? Die Bundesbriefe sind sehr eindrücklich, aber auch dort kommt unser als Tatsachen abgespeichertes Heimatwissen ins Wanken. Der Brief von 1291 wurde nicht immer als das Gründungsdokument angesehen. Lange Zeit galt das Dokument vom Bund von Brunnen von 1315 als Gründungsdokument der Eidgenossenschaft. Aber für die 600 Jahresfeier 1891 wählte der Bundesrat das ältere Dokument. Er wollte ein nationales Bewusstsein schaffen und dabei nicht bis 1915 warten. Das Fest sollte die Einheit der erst 43 Jahre alten Nation Schweiz festigen.

Als Wasserflasche bin ich ein fester Bestandteil jedes Reisenden. Selbst bei den kleineren Ausflügen an die Seepromenade von Brunnen bin ich immer dabei! Dort kann man herrlich flanieren und sich auch wieder einmal eine Glace gönnen. Bei der Wanderung der fitten Senioreninnen und Senioren auf den Stoos war ich selbstverständlich auch dabei. Die Geniesserinnen und Geniesser brachten meine Kolleginnen auch zum Turnen auf die Dachterrasse mit. Als alle sich den Film «Betty Bossi» ansahen, war ich zwar dabei, aber es war so spannend, dass niemand von uns Gebrauch machte. Ja, diese fiktive Figur hat meine Besitzerin sehr geprägt. Es gibt wohl kaum ein Schweizer Haushalt ohne ein Kochbuch von Betty Bossi! Wahrlich auch ein Teil unseres Heimatgefühls.hernde Zeit in guter Gemeinschaft!

Bericht und Foto: Monika Heitz

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